Identifizierung von Treibhausgasemissions-Benchmarks für den Bau von Gebäuden in verschiedenen Planungsphasen

Wie ein tiefer oder gar verschwindend geringer Energieverbrauch von Gebäuden in der Betriebsphase erreicht werden kann, ist heute – abgesehen vom „Performance Gap“ – bekannt. Die Einsparungen erfolgen jedoch klar zulasten der Baustoffe und ihres Verbrauchs an nicht erneuerbarer Primärenergie PEne („Graue Energie“) und zugehöriger Treibhausgasemissionen THGE. Das Endausmass des Baustoffverbrauchs wird durch Entscheidungen in den jeweiligen Planungsphasen eines Gebäudes mehr oder weniger stark, günstig oder ungünstig beeinflusst. Progressive Bauherren und Fachplaner möchten oft schon wissen, welches ökologische Einsparpotenzial in welcher Planungsphase mit dem Einsatz alternativer „grüner“ Baustoffe (noch) vorhanden ist.

Das vorgeschlagene Projekt hat daher das Ziel, Benchmarks inklusive möglicher Variationen von PEne/THGE für die Erstellung von Gebäuden in der jeweiligen Planungsphase zu identifizieren. Für die Vorstudienphase werden MINERGIE-ECO-Projekte nach geeigneten Projektkennzahlen ausgewertet. Anhand von Fallbeispielen mit verschiedenen Tragstrukturtypen wird das Einsparpotenzial im Vorprojekt aufgezeigt. Mittels Auswertungen für die gängigsten Bauteile und Baustoffe und des Vergleichs mit ökologisch optimierten Baustoffen wird an den Fallbeispielen das Einsparpotenzial im Bauprojekt ermittelt. Dank der Ermittlung in den Fallbeispielen des Anteils des Innenausbaus an der Gesamtbilanz wird das Einsparpotenzial im Ausführungsprojekt aufgezeigt.

Die Studienresultate werden in einem Leitfaden in D, F & I zum Optimierungspotenzial bezüglich PEne/THGE in der Erstellung von Gebäuden und gängiger Bauteile auf verschiedenen Planungsstufen kondensiert. Die Studienresultate können weiter als Grundlage für die Entwicklung alternativer Neubaulösungen und als Ausgangslage für spezifische Ergänzungen des Vorgehens für den Umbau dienen.

Galerie