Pressemitteilung

Vom 13. bis 15. Oktober 2021 findet auf dem Gelände der blueFACTORY in Freiburg die Europäische Radonwoche 2021 statt. Sie vereint etwa 60 Radon-Fachleute, Forschende und Vertreterinnen und Vertreter von Strahlenschutzbehörden aus 22 verschiedenen Ländern.

Im Mittelpunkt der Diskussionen steht das natürlich vorkommende und radioaktive Radongas, das in Gebäude eindringt und ein gesundheitliches Risiko für die Bewohnerinnen und Bewohner darstellen kann. Das heimtückische Edelgas verursacht weltweit 3 bis 14 Prozent, in der Schweiz 8 bis 10 Prozent der Lungenkrebsfälle, was etwa 300 Todesfällen pro Jahr entspricht. Es ist jedoch in der breiten Öffentlichkeit noch kaum bekannt und wird von den Baufachleuten noch nicht ausreichend berücksichtigt.

Das Westschweizer Zentrum für Luftqualität und Radon croqAIR (Centre romand de la qualité de l’air intérieur et du radon) des Instituts TRANSFORM der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg wird während diesen drei Tagen im Rahmen des Smart Living Lab zwei Präsenzveranstaltungen durchführen. Als erstes findet am 13. Oktober ein von der European Radon Association organisierter Workshop zur internationalen Zusammenarbeit im Bereich Radon statt.  Darauf folgt die zweitägige internationale Konferenz ROOMS (Radon Outcomes on Mitigation Solutions). Diese für die Radon-Gemeinschaft in Europa und darüber hinaus zentrale Veranstaltung, die am 14. und 15. Oktober stattfindet, zielt darauf ab, den Austausch zwischen Ländern und Expertinnen und Experten über die Methoden zur Radonprävention und -sanierung in neuen und bestehenden Gebäuden zu fördern. Zudem werden einige Hersteller von Lösungen im Bereich Radonmessung und -schutz anlässlich dieser Konferenz ihre Produkte präsentieren.

Wie sind Gebäude, in die Radon eindringt, zu sanieren? Welche baulichen Massnahmen sind zu welchem Zeitpunkt umzusetzen, um sich vor Radon zu schützen? Wie ist das Wasser der Wasserversorgung aufzubereiten und wie kann die Trinkwasserqualität in Regionen mit einer hohen Radonbelastung im Boden gewährleistet werden? Welche Instrumente stehen zur Verfügung, um die Radonexposition am Arbeitsplatz und zu Hause zu messen? Wie wird die Radondynamik durch die Bauweise und die Gebäudeeigenschaften, das Verhalten der Bewohnerinnen und Bewohner und die Wetterbedingungen beeinflusst? Diese Fragen werden so weit wie möglich aus operativer Sicht behandelt. So wird etwa das Pilotprojekt zum Radonschutz und zur Gasüberwachung im künftigen Smart-Living-Lab-Gebäude präsentiert.

Galerie

Europäische Radonwoche 2021 Halle bleue, blueFACTORY

13|15Okt.

Kontakt

Joëlle Goyette Pernot

TRANSFORM Institute
Professor- HEIA-FR
-health and comfort in buildings
-heating, ventilation and air-conditioning HVAC
-construction

Information

European radon week 2021

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